DAS WOHNPROJEKT

Das Wohnprojekt

Fünf ganz unterschiedliche Wohnhäuser, das „Haus der Stille“ und das „Turmalin-Gebäude“ gruppieren sich um zwei miteinander verbundene individuell gestaltete Gartenanlagen herum. Das „Turmalin-Gebäude“ beherbergt ein Begegnungsforum, das sich zeitweise in Vortragssaal, Konzertsaal, Ausstellungsraum, Seminarraum, Café oder Festsaal verwandelt. Die Wohnungen und die Gemeinschaftsräume in den einzelnen Häusern sind so angeordnet, dass Privatsphäre und Gemeinschaftsleben für jede und jeden gewährleistet sind. Auf unserem Grundstück sorgen wir verantwortlich für die Erhaltung und Gesundung der Natur.

Die Wohnhäuser

Unser Wohnprojekt umfasst rund hundert Wohnungen, die zwischen 30 und 110 Quadratmeter groß und mit Balkon, Loggia oder Terrasse ausgestattet sind. Die überwiegende Zahl der Wohnungen sind barrierefrei und jede Etage ist mit einem Fahrstuhl zu erreichen. Jedes Wohnhaus hat für seine BewohnerInnen einen Gemeinschaftsraum, eine Waschküche mit Waschmaschinen und Trockner und ein Pflegebad.

Die Gemeinschafts-Räume

Über das Leben in der eigenen Wohnung hinaus gibt es für jede/n die Möglichkeit, weitere Räumlichkeiten zu nutzen. So lädt der Gemeinschaftsraum in jedem der fünf Wohnhäuser zu Begegnungen ein. Auch bietet er die Möglichkeit, z.B. den eigenen Geburtstag mit einer größeren Zahl von Gästen zu feiern. Für ein noch größeres Fest steht der „Große Saal“ im Turmalin-Gebäude zur Verfügung. In beiden Fällen sind das dafür nötige Geschirr sowie die Zubereitungs- und Spülmöglichkeit vorhanden. Das „Haus der Stille“ mit seinem Geborgenheit spendenden Hauptraum steht für jede/n von uns offen, wie auch die im selben Haus sich befindende Bibliothek.

Voll eingerichtete Gästewohnungen bieten die Möglichkeit, den eigenen Besuch günstig für eine oder mehrere Nächte zu beherbergen. Wer etwas basteln, werkeln oder bauen möchte, findet eine gut ausgestattete Werkstatt vor, und wer es liebt zu saunieren, kann sich an einer geräumigen Sauna mit Tauchbecken erfreuen. Die in jedem Wohnhaus für alle zu nutzende Waschküche ist mit ausreichend Wachmaschinen, Trockner und Leinen zum Trocknen ausgestattet.

Auch gibt es in jedem Wohnhaus ein sogenanntes Pflegebad, das viel Platz bietet. Es ist aufgrund einiger vorhandener Hilfsmittel nicht nur eine zusätzliche Möglichkeit etwa für RollstuhlfahrerInnen; man kann sich dort auch auf einer Liege massieren lassen oder ein Fitness-Gerät aufstellen. Wer sein eigenes Auto jederzeit gut unterbringen will, kann einen Platz in unserer großen Tiefgarage mieten.

Das Gartengelände

Unser individuell gestaltetes großzügiges Gartengelände gibt uns immer wieder Anlass zur Freude. Blühende Wiesen im Frühjahr, große und kleinere Staudenbeete mit zum Teil seltenen Pflanzen, kleine miteinander verbundene Teiche am Eingang des Wohnprojektes, großzügige Rasenflächen, Obstbäume nebst anderen blühenden Bäumen und Büschen, verschiedene Beerenfrüchte, auch liebevoll angelegte Schattenbeete und Rabatten laden uns zum Verweilen ein. Dafür gibt es an verschiedenen Orten Sitzgruppen, und der große zentral gelegene und  möblierte „Rosenplatz“ bietet viele Möglichkeiten zum zwanglosen Treffen und Feiern. Eine Rarität sind die wunderschön bepflanzten Trockenmauern, die auch ökologisch eine Bereicherung für unseren Garten sind. Uns liegt am ökologischen naturnahen Gärtnern, wobei auch unterschiedliche Vorstellungen umgesetzt werden können. Wer ein kleines Beet zur ganz eigenen Verwendung für Blumen, Kräuter oder Gemüse beackern möchte, findet hier ebenfalls die Gelegenheit dazu.

Das ökologische Konzept

Auf dem Grundstück des Wohnprojekts wird ein verantwortliches Verhalten zur Erhaltung und Förderung der Natur praktiziert. Die Baustoffe sind soweit wie möglich nach baubiologischen Gesichtspunkten ausgewählt. Den größten Teil des von uns verbrauchten elektrischen Stroms erzeugen wir selbst mittels zweier Blockheizkraftwerke und einer Photovoltaikanlage auf den Dächern der Häuser. Regenwasser wird aufgefangen und zur Toilettenspülung genutzt.

Kunst und Kultur

Der gemeinnützige Verein „Lebensgestaltung und Altersfragen“ (L&A) wurde bereits 1988 gegründet und verfolgt heute das Ziel, über die von uns selbst gestalteten Veranstaltungen hinaus Kultur und Kunst zu uns ins Wohnprojekt zu holen. So haben wir hier schon Unterschiedlichstes erleben dürfen: wunderbare Konzerte verschiedener Musikrichtungen (im großen Saal steht ein Konzertflügel), Kleinkunstveranstaltungen, wie z.B. Kabarett, Zimmertheater, Märchenspiel, Lesungen, Jonglieren oder Zaubern. Im „Turmalin-Saal“ sowie im „Haus der Stille“ stellen immer wieder KünstlerInnen ihre Bilder oder Fotos aus, und der Kapellenbrink lädt ReferentInnen zu gesellschafts- oder kulturpolitischen Themen, die uns interessieren, ein.

Vieles wird aber auch von uns selbst gestaltet. So gibt es zu verschiedenen Anlässen (z.B. Sommerfest, Advents- oder Weihnachtsfeiern, Jubiläen) immer wieder auch künstlerische Beiträge von MitbewohnerInnen. Die Teilnahme an derartigen Feiern steht natürlich wie immer frei. Auch gelingt es uns, von Zeit zu Zeit ein selbst organisiertes, inszeniertes und kostümiertes Theaterspiel zur Aufführung zu bringen, so z.B. Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie. Die in der anthroposophischen Bewegung seit 100 Jahren gepflegten Oberuferer Weihnachtsspiele sind uns eine Herzensangelegenheit.

Kontakt

Im Kapellenbrink
„Anders Alt Werden”

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